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Ausstellungen in Glashütte

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Sonderausstellung im Hüttenbahnhof 

Ansichten Durchsichten | Glaskunst-Retrospektive, Beate Bolender & Norbert Horenk

Von September 2026 bis Februar 2027 darf das Museum Baruther Glashütte mit dieser Ausstellung eine Retrospektive der Werke von Beate Bolender und Norbert Horenk zeigen. Die Betrachtenden sind eingeladen, die Gespräche zwischen Materialien und Techniken, die die gezeigten Kunstwerke führen, auf sich wirken zu lassen.

Beate Bolender und Norbert Horenk nutzen die Materialeigenschaften des Glases für starke visuell-ästhetische Erlebnisse. Beide Kunstschaffende haben biografisch einen glashandwerklichen Hintergrund, vor dem sie ihre Glaskunstwerke entwickelten, deren Gültigkeit diese Retrospektive deutlich macht.

Die Kunst Bolenders bedient sich der Fusing-Technik und lässt optische Leichtigkeit aus der Form entstehen. Bolenders Glasobjekte beeindrucken mit ihrer Farbbrillanz und Lichtbrechung und schaffen etwas vorher nicht Dagewesenes, so nicht Gesehenes.

Norbert Horenk wendet Techniken an, die Lampen- und Studio-Glas verbinden. Er lässt Werke in Glaskompositionen entstehen. Aus diesem diffizilen Geflecht von Farbe, Licht, dem Bewegungsspiel der Formen ergeben sich spannungsvolle Assoziationen, die zwischen Schwingen und Schweben, Binden und Lösen, Steigen und Sinken liegen.

Das Kunstduo zeigt sich nicht nur technisch und konzeptionell weltoffen, sondern wählte auch wechselnde, teils exotische Schaffensorte. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der an der Museumskasse erhältlich ist.

Ausstellungsdauer: 13.09.2026 – 07.02.2027
Öffnungszeiten: Di-So sowie feiertags 10–17 Uhr
Ort: Ausstellungsraum im Hüttenbahnhof, Baruther Glashütte, Hüttenweg 19b


Galerieausstellungen

MARTIN SCHULZE
MATERIEN

Emaille, Glas & Anderes

Nachdem der im Spreewald geborene Künstler Martin Schulze  Kybernetik sowie Kunst und Design studiert hatte, arbeitete er in der industriellen Forschung und Entwicklung, als Gestalter, Grafiker, Illlustrator und bildender Künstler. Seine Lebensstationen waren Berlin, Paris, Magdeburg, Leipzig und seit 2017 wieder der Spreewald.

Seit 25 Jahren ist das Arbeiten mit Emaille ein bedeutender Teil seines künstlerischen Wirkens. Er zeigt im Packschuppen eine spannende Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten dieser jahrtausendealten handwerklichen Technik.

Von der Beschäftigung mit Emaille war für Schulze der Weg zum Schaffen von Glasobjekten folgerichtig, auch hier wieder mit forschendem Ausloten verschiedener Techniken: Bleiverglasung, Schmelzglas oder Montage. Beide Materialien sind für ihn herausfordernd und zugleich faszinierend.

Die tragende Idee der Ausstellung ist das staunende Interesse an den tieferen Strukturen unserer Welt. Im Angesicht einer Zeit voller Verunsicherungen, Umbrüche und allgegenwärtiger Auseinandersetzungen schöpft der Künstler aus der Stabilität und komplexem Funktionieren in der Natur Zuversicht und Optimismus.

Der Kunstverein Glashütte lädt zum Entdecken und Staunen ein. Die Eröffnung findet am 7.6. 2026 um 15 Uhr statt.

Ausstellungsort: Galerie Packschuppen
Ausstellungsdauer:
vom 7.6.2026 bis 23.8.2026
Öffnungszeiten: donnerstags bis sonntags 11 – 17 Uhr

Info und Kontakt

Gabriele Klose
Tel. 033704 66060 oder 0172 8574277
g.klose-packschuppen@freenet.de  
www.packschuppen.de


Vorherige Ausstellungen im Hüttenbahnhof 

Women and Glass | Glasobjekte von Gestalterinnen 1950-2000

Ausstellungsdauer: 28.03.26 – 23.08.26

Die Ausstellung wird von einer permanenten Online-Ausstellung begleitet, die von Ana Paula Caballero gestaltet wurde. Das Plakat entwarf Franz Weid.
Online-Ausstellung: https://themator.museum-digital.de/t/3341

Schon in den 1930er Jahren fand „Lausitzer Glas“ eine professionelle Glasgestaltung. Wilhelm Wagenfeld (1900-1990) war als am Bauhaus ausgebildeter »Designer« künstlerischer Leiter des größten Glasbetriebes (VLG).
Viele studierte „Formgestalterinnen“ haben seit den 1950er Jahren diesen Qualitätsstandard in zahlreichen Einzelbetrieben gewahrt und weiterentwickelt. Neben den älteren Pionierinnen im Glasdesign, Ilse Decho (1915-1978) und Margarete Jahny (1923-2016), blickt diese Ausstellung auf die Leistung von weiteren ausgewählten 18 Frauen – von „Ameling“ bis „Wittig“. Ihre Entwürfe sind hier in repräsentativer Auswahl zu sehen. Die Gestalterinnen errangen viele Designpreise. Ihr Formvermögen ist kaum als spezifisch weiblich zu fassen. Vielmehr stehen die von ihnen geschaffenen Gläser in der Tradition der Moderne und des skandinavischen Designs. Gleichwohl können Gestalterinnen als praktischer gelten als ihre männlichen Kollegen. Frauen fragen „Lässt sich das Glas gut abwaschen“ und „passt der Sommerstrauß“ in eine Vase, deren Rand hoffentlich „bruchfest“ ist (Marlies Ameling). Gestalterinnen mögen sich auch stärker mit der Technologie befasst haben, damit sie von den Männern in der Produktion „nicht aufs Eis geführt“ werden konnten. Ihre Professionalität gewannen die Spezialistinnen in Berlin-Weißensee, Halle-Giebichenstein und Heiligendamm und sahen sich „von außen“ in die Fabriken delegiert. Dort schufen sie mit Hilfe der damals fast ausschließlich männlichen Glasmacherbelegschaft am Ofen Inkunabeln der „DDR-Moderne“.

Women-and-Glass prägten den Zeitgeist formgewaltiger Jahre. »Industrieerzeugnisse sind nicht nur Handelsartikel, sondern jedes, selbst das kaum Beachtete, Aussage über den Geist unserer Zeit, seine Höhen und Tiefen«, formulierte Friedrich Buntdzen.
In der heutigen Studioglasbewegung verbinden sich die Felder von Gestaltung und Design sowie hüttentechnischer Umsetzung häufig in einer Person. Allein am Glasofen wirken heute über ein Dutzend New-Women-and-Glass, denen eine eigene spätere Ausstellung gewidmet werden soll.

Konzept: Siegfried Kohlschmidt und Georg Goes
Mitarbeit: Kathleen Adriaensen, Paula Caballero
Dank: Siegfried Kohlschmidt, Stadtstiftung Baruth, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur
und Landkreis Teltow –Fläming


Hinterglasmalerei | Astrid Germo & Karsten Wittke 

Ausstellungsdauer: 16.11.25 – 1.03.2026

DIE DINGE lautet der Titel der Herbstausstellung 2025 von Museum und Glasstudio Baruther Glashütte. Astrid Germo und Karsten Wittke präsentieren bis März 2026 Gemälde, die sie als Hinterglasmalerei geschaffen haben. Ihnen gelingt es, DIE DINGE selbst zum Sprechen zu bringen – ein schwer zu erreichendes Ziel in der kulturhistorischen Museumsarbeit. Im Alltag zumeist übersehene Gegenstände und Erscheinungen werden durch die Darstellung in Acryl- oder Lack-Farben hinter Glas in ihrem eigenen Wesen sichtbar. Das Vertraute wird zu einem Kunstwerk, wird Denkmal.

Welche Wirkung erzeugt die gläserne Tafel? Jedes Hinterglasbild ist grundsätzlich ein Spiegel und entfaltet seine Wirkung nur im auffallenden Licht. Das Hinterglasmalen ist ein schwieriger Malvorgang – er verläuft zum normalen umgekehrt, vom Vorder- zum Hintergrund. Alles, was beim üblichen Malverfahren zuletzt aufgebracht wird (Konturen etc.), mussten auch Germo und Wittke zuerst auf das Glas bringen, da der Malgrund zugleich Sichtfläche ist. Es scheint, dass das Glas, das sich in seiner Herstellung zunächst flüssig der Schwerkraft widersetzte, als erkalteter DING-Träger dem Abgebildeten eine rätselhaft stabile und dauerhaft Gestalt gibt.

Astrid Germo und Karsten Wittke nutzen die »unterkühlte Flüssigkeit«, um die Spur der DINGE lesbar zu machen, den DINGEN Individualität zu geben. Auch erscheint das kleine DING gleichsam vergrößert durch die Hinterglasmalerei. Es präsentieren sich uns reglose Ideogramme. Wie in einer Vitrine, wird den DINGEN über die von Germo und Wittke geschaffenen Bild- zeichen ein Gedächtnis gegeben. 
Durch die Kunst Germos und Wittkes scheint das DING »Anregung menschlicher Lebenskunst« (Francis Ponge) zu werden. Der oben genannte inverse Auftrag der Farbschichten teilt die Welt selbst gleichsam in Schichten auf. Hinterglasmalerei kann gesehen werden als eine Art künstlerische Archäologie. Die Hinterglasmalerei erzeugt eine Raumtiefe und spielt mit der Mystik des Spiegels.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der an der Museumskasse erhältlich ist.


Online-Ausstellungen

Women and Glass | Glasobjekte von Gestalterinnen 1950-2000
Werksiedlungen in Brandenburg


Dauerausstellungen im Museum

Museum in der Neuen Hütte

Über 300 Jahre Geschichte der Baruther Glashütte und über 3.000 Jahre Glasherstellung.

Ausstellungsort: Museum in der Neuen Hütte
Ausstellungsdauer:
ganjzährig
Öffnungszeiten: Di – So sowie feiertags von 10 bis 17 Uhr

weitere Informationen


Reinhold Burger

Über 300 Jahre Geschichte der Baruther Glashütte und über 3.000 Jahre Glasherstellung.

Ausstellungsort: Schleiferei und Maschinenhaus
Ausstellungsdauer:
ganjzährig
Öffnungszeiten: Di – So sowie feiertags von 10 bis 17 Uhr

weitere Informationen


Glashütte ist eine denkmalgeschützte Werksiedlung inmitten des Baruther Urstromtals. Eine Reihe von Handwerksbetrieben, das Museum, Läden und Gastronomie heißen Sie in idyllischer Umgebung willkommen.

KONTAKT

Hüttenweg 20
15837 Baruth/Mark GT Glashütte
ANFAHRT

Tel: 033704-9809-14
Fax: 033704-9809-22
E-Mail: info(at)museumsdorf-glashuette.de

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